6. Juli 2020 Philip Mayer

DEHOGA

Nach einer aufregenden Anfangszeit als frisch gebackener Papa, beginnt für mich wieder der Alltag als Fotograf. Aufgrund von tollem Feedback meiner Leser, werde ich wieder etwas genauer auf die Entstehung und meinen Gedanken zu den Fotowerken eingehen. Heute möchte ich eine Kampagne für den Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA vorstellen. Bei dieser Arbeit wurde ich zu 9 Gastronomiebetrieben aus der Region geschickt, um Portraits der Wirte anzufertigen. Die Zeit war dabei eine große Herausforderung, da ich aufgrund eines straffen Zeitplanes effektiv 20-30 Minuten Zeit hatte, um das Bild in den Kasten zu bekommen. Aufgrund der späteren Layoutanpassungen bekam ich die Vorgabe, den rechten Bildabschnitt möglichst ruhig zu halten. Somit wird gewährleistet, dass die später eingefügte Typographie lesbar bleibt und nicht durch scharfe Kanten des Bildhintergrundes „zerschnitten“ wird. Die Herausforderung bei diesem Shooting bestand darin, dass Text und Bild eine gemeinsame Sprache sprechen. Da diese Kampagne noch nicht veröffentlicht wurde, kann ich darauf leider nicht detailiert eingehen. Somit gebe ich euch ein paar Informationen zur fotografischen Technik. Aufgrund den nachfolgenden grafischen Anforderungen fotografierte ich möglichst offenblendig. Um diesen Effekt der Tiefenunschärfe noch zu verstärken, versuchte ich stets Objekte in den Vordergrund zu rücken, die zugleich Tiefe im Bild als auch ruhige Projektionsfläche von Typo bietet. Diese „Tiefe“ unterstützte ich zugleich mit der Wahl einer im Reportage-Bereich üblichen Brennweite von 35mm. Bei der Setzung des Lichts war ich stark von der vorgefundenen Lichtsituation abhängig und versuchte eine Balance zwischen Kunst- und Umgebungslicht zu finden.